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Der kleinste Speicher der Welt

24. Januar 2012

Foto: Sebastian Loth/IBM Research

Vor kurzem haben deutsche und amerikanische Forscher den kleinsten Datenspeicher der Welt gebaut. Hierbei handelt es sich um einen magnetischen Speicher also wie zum Beispiel auch die mittlerweile vom Aussterben bedrohte Diskette. Bei der neuen Konstruktion findet ein Datenbit auf gerade einmal zwölf Eisenatomen Platz. Somit ist die Datendichte rund 100 mal höher als bei heutzutage herkömmlichen Festplatten. Die Datendichte dieses magnetischen Speichers kann so auch mit der Speicherdichte des menschlichen Erbmaterials mithalten – der DNA.

Ziel der Forscher ist es, die Miniaturik der Elektronik bis an die Grenze einzelner Atome voranzutreiben. Für den Speicher wurde sogenanntes “antiferromagnetisches Material” Verwendet, welches bisher als unbrauchbar für Datenspeicher gegolten hatte.

Marktreife hat die ganze Geschichte noch lange nicht: Beispielsweise ist es notwendig, um den Speicher zu betreiben, eine Umgebungstemperatur von Minus 268 Grad Celsius zu erzeugen. Außerdem mussten die Strukturen des Speichers Atom für Atom in einer mühseligen Kleinarbeit mit Rastertunnelmikroskopen zusammen gebaut werden.
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